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Aaron Plattner

Ekphrasis und Resonanz. Die Beschreibung von Gegenständen, Ritualen und Heiligtümern bei Pausanias und ihre Bedeutung in der Zweiten Sophistik

Die vorliegende Dissertation im Fach Klassische Philologie (Bereich Gräzistik) setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich das Œuvre des kaiserzeitlichen Schriftstellers Pausanias (2. Jh.n.Chr.), bekannt als Περιήγησις τῆς Ἑλλάδος (Periēgēsis tēs Hellados), adäquat beschreiben lässt und welche Bedeutung auf dieser Grundlage Autor und Werk im Lichte der Resonanztheorie von H. Rosa haben. Ausgehend von den Resultaten der literaturwissenschaftlichen Analyse ausgewählter Ekphraseis (‚Beschreibungen‘) von Gegenständen, Ritualen und Heiligtümern, wobei als Analysekategorie die ‚Anschaulichkeit‘ dient, die als ‚Illusion‘ einer ‚Unmittelbarkeit‘ oder Erfahrung virtueller Realität verstanden wird, und zwar auf dem Hintergrund des Bildungsideals der 2. Sophistik, wird auf die Anlage und Ausrichtung des Werks geschlossen. Nach einer diachronen Verortung des Pausanias, vor allem auf der Basis eines Vergleichs mit dem Lehrgedicht des Dionysios von Alexandria, werden das Umfeld und die Zielsetzung von Pausanias' Werk, insbesondere auch der didaktische Anspruch, das kulturelle Erbe des antiken Griechenland zu vermitteln, viel genauer als bisher aufgezeigt. Auf diese Weise können Pausanias‘ Originalität und schriftstellerische Leistung nunmehr auch aus philologischer Perspektive und derjenigen der Resonanztheorie neu dargestellt und erhärtet werden.

 

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