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Astrid Schmölzer

Goddesses of the Germania Inferior. Archaeological revision of the Matrones and the Dea Nehalennia

[German only] Mein Dissertationsprojekt ist geographisch in der römischen Provinz Germania Inferior angesiedelt. Für meine Untersuchung wählte ich als Fallbeispiele die Weihungen an die Matronen und die Dea Nehalennia, die insgesamt rund 2/3 aller bekannten Provinz-Weihungen stellen. Die Provinz Germania Inferior wurde in den Jahren 84/85 n. Chr. Teil des Römischen Reiches und zeichnet sich besonders durch ihre durchmischte Bevölkerungszusammensetzung aus.
Chronologisch umfasst meine Untersuchung den Zeitraum der so genannten Phase der „intensiven Romanisation“, ca. 150 bis 260 n. Chr. nach dem Schema von Wolfgang Spickermann. Die Matronen wie auch die Dea Nehalennia sind besonders in ihrer Ikonographie. Es handelt sich dabei um eine gänzlich neue Kreation von Gottheiten, die in lokale Tracht gekleidet sind, aber in typisch römischer Form repräsentiert erscheinen. Meine Hauptfragen zu Ikonographie, Werkstätten und Datierung umfassen auch die Terrakotta-Statuetten und die wenigen Metallobjekte, die den Matronen zugerechnet werden.

Archäologie stellt besonders in Zusammenhang mit der Suche nach Resonanzverbindungen im Bereich der Altertumswissenschaften einen wichtigen Eckpfeiler dar. Die bekannten materiellen Funde gelten als Überreste menschlichen kreativen Kulturschaffens und sind eine besondere Herangehensweise am die Frage nach Resonanz und Resonanzbeziehungen. In diesem Fall liegt das Problem darin, dass die bloße Existenz des jeweiligen Fundmaterials in keinem Fall bedeuten muss, dass tatsächlich eine Resonanzbeziehung bestanden hat; es kann sich auch nur um den angestrebten Versuch einer solchen Beziehung handeln.

Meine Untersuchung hierzu arbeitet mit den Reliefszenen auf den vorliegenden Weihesteinen, die in Zusammenhang mit dem Opfer an die jeweilige Gottheit stehen. Während die Opferungen dem üblichen römischen Vorbild folgen, stellen sich die Personen selbst in ihrer lokalen Tradition dar, z.B. in ihrer üblichen Tracht. In diesen Beispielen soll nach dem Beweis für vorhandene Resonanzbeziehungen gesucht werden.

Coordination Erfurt

Dr. Elisabeth Begemann

Mobile:+49(0)361/737-2808

Coordination Graz

Dr. Anna-Katharina Rieger

Mobile:+43 (0)316 380-2391

Two doctoral positions are open for the study year 2020/21. For further information on the call see here.

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